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Eine Welt e.V. Herrieden

 

Presseberichte


Pressebericht in der Fränkischen Landeszeitung
am 22. Februar 2007 von Rudolf Eder

EineWeltLadenTeam

Sanierung wirtschaftlich sinnvoll

Herrieden (re) -. Der Bestand des Anwesens "Herrieden, Neunstetter Str. 1", des alten Torwärterhäus- chens am westlichen Eingang zur Altstadt, wird kontrovers diskutiert. Die Meinungen teilen sich in Abriss oder Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes. Bürgermeister Alfons Brandl plädiert für einen Erhalt des Gebäudes und warb für diese Idee bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des "Eine Welt e.V." in Herrieden.

Ursprünglich wurde das Gebäude vor Jahrzehnten von der Stadt in der Absicht erworben, um durch einen Gebäudeabriss eine Bereinigung der Verkehrsituation herbeizuführen.

Es gäbe nun aber ein Reihe guter Gründe die für einen Erhalt des Gebäudes sprechen. Das Gebäude verfügt über einen stadtbildprägenden Charakter und trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit im Engstellenbereich bei. Bei einer Aufweitung des Straßenkörpers kann der Verkehr mit ungeminderter Geschwindigkeit in den Altstadtbereich einfahren, erhöht damit das Gefahrenpotential und führt zu einem verstärkten aber nicht erwünschten Schwerlast- und Omnibusverkehr durch Vordere oder Hintere Gasse. Bestärkt wird der Bürgermeister durch die jüngsten Ergebnisse einer statischen Untersuchung der Bausubstanz. Eine Sanierung, die kostenmäßig mit 180.000 bis 200.000 Euro beziffert wird, ist wirtschaftlich sinnvoll, so das Urteil des Statikers.

Die als wirtschaftlich sinnvoll eingestufte Sanierung setzt aber voraus, dass das Gebäude mit seinem Umfeld mit Leben erfüllt werden kann. Die Finanzierung des Sanierungsprojektes kann geschultert werden, denn seitens der Regierung von Mittelfranken sei bereits unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderwürdigkeit signalisert worden. Nach den Worten des Stadtoberhauptes seien die nächsten Monate zu nutzen, um realisierbare Ideen zur Gebäudenutzung voranzutreiben. Dabei hoffe er auf die Kreativität und Unterstützung des "Eine Welt e.V."

Ins Gespräch gebracht wurde ein "Welt-Stadt-Cafe", das eine Verbindung zwischen regionalen und globalen Aspekten herstellen könne. Eignen würden sich die sanierten Räumlichkeiten sicher auch für Projektarbeiten und Aktionen mit Schulen im sozialen und kulturellen Bereich. Denkbar wäre auch die Einrichtung einer Umwelt- und Energieberatungsstelle, der immer mehr Bedeutung zukommen werde. Dienstleistungs- und Treffpunktcharakter würden bestimmt für die erforderliche Akzeptanz sorgen. Bei der Findung einer sinnvollen Nutzung will man auch Personen und Einrichtungen außerhalb des "Eine Welt e.V." ins Boot holen. Man denkt hierbei beispielsweise an die Region Hesselberg oder die FH Triesdorf.

In der Diskussion wurde das Gebäude als "Kleines Bildungshäuschen" mit regionalen, ökologischen, touristischen und regenerativen Aufgaben bezeichnet, dessen Erhalt anzustreben sei. Mitglieder des Vereins "Eine Welt e.V." erklärten sich abschließend zur Mitarbeit in einem Arbeitskreis bereit, der vorhandene Ideen vorantreibt, diese inhaltlich gestaltet und präsentiert und damit auch wichtigte Aufklärungsarbeitet leistet. Übereinstimmend war das Bestreben zum Erhalt eines wichtigen denkmalgeschützten Gebäudes beizutragen.

Text: Rudolf Eder
Bild: Benno Goth

 

   
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